6.
- 7. September 2008
Kunst
- Unterhaltung - Sport - Spiel
Lee
Mayall "the sax machine"
Sonntag,
07.09.08 ab 11.00 Uhr, Festzelt
präsentiert
von der 
Ein
Rock`n Roll, Blues und Soulknaller der Extraklasse! Eine neue Formation
bietet einen sehr kompakten und vollen Sound, trotz der kleinen Besetzung.
Diese Band zeichnet sich besonders durch ihre Flexibilität aus. Ob
mobil, plugged oder unplagged ist sie das Highlight jeder Veranstaltung.
Mit diesem Kracher hat Lee Mayall der Neffe des legendären, weltberühmten
Bluesgiganten JOHN MAYALL eine neue Band der Spitzenklasse in die Welt
gesetzt.
Presse:
Heidenheimer
Zeitung, 8. März 2008, Hans-Peter Leitenberger
Starker
Blues, eindrucksvolle Show
Ein
funkiges Feuerwerk konnte man am Donnerstag in der Königsbronner
Brenzhalle erleben. Im Rahmen der „Jazz lights“ Oberkochen
ließen Iris Trevisan, Claus Wengenmayr und last but not least Lee
Mayall mit rockigem Blues den Bären von der Kette. Mit enormen Druck
blies Lee Mayall sein Saxophon. Er schien mit seinem Instrument regelrecht
verwachsen zu sein. Mit einer spürbaren Leidenschaft wiegte er sich
zu den Klängen, ging in die Hocke sprang auf und bewegte sich in
ekstatischen Krümmungen. Die Bühne genügte im offenbar
nicht, er sprang ins Publikum, war immer in Bewegung, schien alle aus
seine musikalische Reise mitnehmen zu wollen.
Ein
echter Knaller und vor allem „Hingucker“ war Sue C. Mayall.
Wie ein wirbelwind im cili- scharfen, roten Minirock und dunkelblonder
Mähne holte die zierliche, jugendlich wirkende Gattin von Lee Mayalls
mit einem kräftigen Schuss Erotik die deftigsten Blues-Schreie aus
ihrem scheinbar unverwüstlichen Kehlkopf. Eher wie ein Teenager,
unbekümmert und lachend, aber mit enormen stimmlichen Volumen bot
sie für eingerostete Gehörgänge einen bluesigen Genuss
nach dem anderen. Sie und die anderen, das heißt Papa Claus Wengenmayr,
samt Filius an Piano und Keyboard, Schlagzeuger Günter Käszmann,
Bernd Everding am Bass und James Robinson mit einer edlen Bluesstimme,
standen über drei Stunden lang unter Hochspannung. Aber wenn Claus
Wengenmayr seine Glissandi zündete und Iris Trevisan herrliche, tiefschwarze
Balladen darbot, dann vergaß man alle Technik und freute sich an
den beinharten Bässen, dem donnergrollenden Keyboard Wengenmayrs,
dem reizvoll timbrierten Organ von James Robinson und natürlich an
der unverkrampft und frisch agierenden Sue. Die stampfenden Rhythmen,
die unbändige Sangeslust, dazu immer wieder Lee Mayall herrlich wilde
Sax- Figuren, da konnte man einfach nicht stillhalten. Es bollerte ein
enthemmter „Root-Beer-Rag“ über die Tasten, bevor „Heavy
Clouds“ von Iris Trevisan mit einer reizvollen Melancholie die New-
Orleans-Erfahrung der Sängerin zeigte. Fast wie ein Familienbetrieb
des Blues- Rock wirkte die Formation, bei der natürlich jeder seine
Fähigkeiten auch solistisch zeigen konnte.
Man war steht’s erstaunt über die Einfälle, die atemberaubende
Geschwindigkeit und die dynamische Bandbreite. Lee Mayall entzündete
wahre Feuerwerke auf seinen Saxophonen, seine Mittel an der Dynamik, der
Phrasierung und sein Reichtum an improvisatorischen Einfällen beeindruckten
den ganzen Abend. Da musste ja auf Wunsch vom Schwiegerpapa Wengenmayr
„noch ein Stück von Onkelchen“ kommen. John Mayalls bekanntes
„Room to move“ erklang unter tosendem Beifall. Onkel Johns
Mundharmonika wurde kaum vermisst und es dauerte nicht lange, bis man
vom Bluesrock-Himmel wieder auf den kalten Boden am Brenzursprung herunter
fand.
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